Richtigstellung Zeitungsbericht

So Kinder. Was ganz wichtiges !!!. Dienstag war ja unser Landesentscheid-Rundgang. Natürlich waren die ganz vielen fremden Menschen auch bei uns. Manche hatte Fotto-Apparate und kamen von der Zeitung. Am Mittwoch war dann auch der Artikel in der Rhein-Zeitung erschienen. Habt Ihr das Fotto gesehen??? Wer ist der Schönste im ganzen Land? Genau, der links vorne. Die schokobraune Sahneschnitte: Ich !!!!! Elvis !!! Na gut, Karin und Martin sind auch gut getroffen. Leider ist mir was in dem Artikel aufgefallen und ich habe versucht, es in diesem offenen Brief klarzustellen. Wußte gar nicht, dass es sowas gibt. Dachte die Briefe wären immer zugeklebt. Also lest mal:

Eselweisheit

Hallo, liebes Dorf und liebe Reporter,
 
Karin hat mir gerade berichtet, dass sie in einem Zeitungsartikel falsch zitiert wurde. Dort stehen nämlich in einem Satz die Worte „stur wie die Esel“. Mann, ist die auf 180! Dabei klären sie und Martin seit über einem Jahr alle darüber auf, dass dieses Vorurteil völlig falsch ist. Was die Menschen als „stur“ bezeichnen, ist in Wirklichkeit mit „besonnen, nachdenkend und abwägend“ zu übersetzen. Denn eines muss man wissen: Da, wo wir herkommen, herrscht eine steinige Geröllwüste, deshalb hat uns die Natur mit dem Instinkt „eingeschränktes Fluchttier“ ausgestattet. Wenn wir jedesmal panisch losrennen würden, wenn wir eine Gefahr wittern, würden wir jedesmal verunglücken. Deshalb betrachten wir jede neue Situation oder Gefahr erstmal mit Argwohn; beobachten, was passiert und wägen dann ab, wie wir am besten reagieren: flüchten, angreifen oder stehen bleiben. Meistens ist das Stehenbleiben und Abwarten die überlebensrichtige Variante – und das werten die unwissenden Menschen dann als Sturheit. Oder wenn wir irgendwas am Führstrick machen sollen, wie z.B. über Gullis gehen oder über Stangen laufen, dann überlegen wir auch erstmal: was soll das? Was bringt uns das? Entweder überzeugen uns dann die Zweibeiner oder wir belohnen sie, weil sie sich so viel Mühe mit uns geben. Aber grundsätzlich haben wir eben nicht dieses „Gefälligkeitkeits-Gen“: Wir machen etwas, weil es uns freut oder weil wir einen Sinn darin erkennen. Basta. 
 
Wir sind friedliebende und ausgeglichene Wesen, von daher verzeihen wir in der Regel den Menschen diese Unwissenheit – aber Karin ist immer noch in zweierlei Hinsicht ziemlich sauer: 1.) Wegen der Wortkombination ’sturer Esel‘ und 2.) Dass man ausgerechnet ihr diese Worte in den Mund gelegt wird, anstatt das zu zitieren, was sie alles Schönes und Freundliches gesagt hat. Schade.
Euer Elvis